Glossar
SCORM
Von Alexander Kaminski Stand: 2026-07-04 Wie wir recherchieren & bewerten Änderungsprotokoll
Definition
SCORM (Sharable Content Object Reference Model) ist ein internationaler technischer Standard, der sicherstellt, dass eLearning-Inhalte und Learning-Management-Systeme kompatibel sind und Lernfortschritte einheitlich getrackt werden.
SCORM (Sharable Content Object Reference Model) ist der lange dominierende technische Standard im Firmen-eLearning. Ursprünglich 1999 entwickelt, sorgt er dafür, dass ein einmal produziertes Kurspaket in unterschiedlichen Learning-Management-Systemen läuft und Lernfortschritte einheitlich zurückgemeldet werden – also etwa, ob eine Lektion abgeschlossen oder ein Test bestanden wurde. SCORM trackt diese Aktivität allerdings nur online und innerhalb eines LMS.
Die entscheidende Frage für Kursanbieter lautet: Brauche ich SCORM überhaupt? Für den Austausch fertiger Kurspakete zwischen Systemen und für Firmen-LMS mit Compliance-Anforderungen ist SCORM häufig Pflicht – etwa wenn ein Unternehmen extern eingekaufte Schulungen in sein bestehendes System einspielen will. Für den Verkauf einfacher Video-Kurse an Endkunden über Plattformen wie Memberspot oder Coachy ist SCORM dagegen in der Regel nicht erforderlich. Diese Plattformen liefern Inhalte in eigenen Formaten aus und übernehmen Tracking sowie Zugangssteuerung selbst.
Wer B2B-Kunden bedienen will, deren Personalabteilungen Kurse in ihr eigenes LMS importieren möchten, sollte vorab klären, ob die gewählte Plattform SCORM-Export unterstützt – das ist bei auf Endkundenverkauf ausgelegten Tools nicht selbstverständlich. Für den typischen Coach- oder Creator-Anwendungsfall ist das Fehlen von SCORM dagegen kein Nachteil, sondern reduziert die technische Komplexität. Als modernere Alternative gilt die xAPI (Tin Can API), die flexibler ist, aber weniger verbreitet.