Glossar
Sales-Funnel
Von Alexander Kaminski Stand: 2026-07-04 Wie wir recherchieren & bewerten Änderungsprotokoll
Definition
Ein Sales-Funnel (Verkaufstrichter) beschreibt die Stufen, die ein Interessent vom ersten Kontakt bis zum Kauf durchläuft – typischerweise Aufmerksamkeit, Interesse, Entscheidung und Kauf.
Ein Sales-Funnel bildet den Weg ab, den ein potenzieller Kunde vom ersten Kontakt bis zum Kauf zurücklegt. Weil auf jeder Stufe ein Teil der Interessenten abspringt, entsteht die charakteristische Trichterform: Oben ist viel Reichweite, unten bleiben die tatsächlichen Käufer. Klassisch werden die Stufen als Aufmerksamkeit, Interesse, Entscheidung und Kauf beschrieben. Für den Verkauf von Online-Kursen besteht ein Funnel in der Praxis oft aus einem Lead-Magnet (etwa einem kostenlosen Guide oder Webinar), einer automatisierten E-Mail-Sequenz und einer Verkaufsseite.
Entscheidend ist, dass ein Funnel messbar ist: An jedem Übergang lässt sich ablesen, wie viele Kontakte weiterkommen, sodass sich Schwachstellen gezielt verbessern lassen. Ein Funnel kann live und zeitlich begrenzt laufen (Launch) oder dauerhaft automatisiert als Evergreen-Funnel, bei dem neue Interessenten jederzeit einsteigen und die Sequenz individuell ab ihrem Eintrittsdatum durchlaufen. Evergreen-Modelle skalieren besser, Launches erzeugen dafür mehr Dringlichkeit.
Im Kursplattform-Markt ist wichtig zu verstehen, wo der Funnel technisch stattfindet. Der obere Teil – Landingpages, E-Mail-Marketing, Werbung – liegt meist außerhalb der reinen Kursplattform. Der Checkout am unteren Ende läuft bei Memberspot in der Regel über angebundene Zahlungsanbieter wie Digistore24 oder CopeCart, die zugleich als Reseller die Umsatzsteuer übernehmen. Die Kursplattform selbst kommt erst nach dem Kauf ins Spiel und liefert die Inhalte aus. Wer einen Funnel plant, sollte diese Werkzeugkette früh mitdenken, statt sie erst nach dem ersten Verkauf zusammenzustückeln.